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Welche Digitalkamera soll ich mir kaufen? |
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Es gibt auf dem Markt eine riesige Auswahl an Digitalkameras, und monatlich kommen neue hinzu bzw. fallen ältere Modelle weg. Wie soll der Kunde sich da einen Überblick verschaffen, wenn er mit dem Kauf einer Kamera liebäugelt? Hinzu kommt die enorme Anzahl an technischen Daten, die man erfassen und vergleichen muss, will man das passende Modell finden. Um Ihnen diesen Vorgang etwas zu erleichtern, habe ich hier ein paar nützliche Tipps für Sie. Zunächst einmal: Geben Sie nichts auf die Zahl der Megapixel! Für scharfe Fotos bis zum Posterformat genügen 5 bis 6 Megapixel völlig. Sie brauchen dem Vermarktungswahnsinn, der in punkto Megapixel heutzutage herrscht, absolut nicht zu folgen. Achten Sie statt dessen lieber auf die wirklich wichtigen Kriterien. Die beste Kamera ist nämlich nicht die mit den meisten Megapixeln, sondern die, mit der Ihnen das Fotografieren die meiste Freude macht. Mit welcher Kamera macht Ihnen das Fotografieren aber am meisten Freude? Wenngleich es hier sehr auf die persönliche Auffassung des Nutzers ankommt, so gibt es doch einige Punkte, die zur Fotografierlaune maßgeblich beitragen: 1. Die Bilder müssen scharf und klar werden 2. Die Kamera muss leicht zu bedienen sein 3. Die Kamera muss eine sinnvolle Ausstattung haben 4. Die Kamera muss schnell und zuverlässig arbeiten Wenn diese Punkte alle erfüllt sind, haben wir die ideale Kamera gefunden. Das Dumme ist nur: Diese Kamera bietet der aktuelle Markt nicht, und mehr als 75 % aller kompakten Digiknipsen, die man heute kaufen kann, scheitern an dieser kurzen Liste. Damit Sie bei Ihrem nächsten Kauf keine Pleite erleben, hier nun im Detail die Geheimnisse der idealen Kamera:
1. Scharfe und klare Bilder Je größer die Objektivlinse ist, desto mehr Details kann sie abbilden. Das ist ein Gesetz der Physik. Die winzigen Objektivlinsen von Fotohandys und billigen Digiknipsen sind nicht in der Lage, scharfe und detailreiche Bilder zu liefern, da nützt auch der beste Aufnahme-Sensor nichts. Ziehen Sie nur Kameras in die engere Wahl, die eine mindestens fingernagelgroße Objektivlinse haben. Ebenso wichtig ist der Aufnahmesensor. Ist er zu klein und enthält zu viele Pixel, ist auch er nicht fähig, Ihnen zufrieden stellende Bilder zu bescheren, da sich dann die einzelnen Pixel gegenseitig stören und das Bild "krisselig" wird. Dieses Problem wird zwar durch die Software in der Kamera "weggerechnet", doch gehen dabei alle feinen Details im Bild verloren und die Fotos wirken unnatürlich.
2. Leichte Bedienbarkeit Eine gut durchdachte Kamera ist in Ihren wesentlichen Ausstattungsmerkmalen selbsterklärend. Man kann mit ihr nach wenigen Sekunden schon losfotografieren. Leider werden die meisten Kameras aber nicht wie Fotoapparate konstruiert, sondern wie Geräte der Unterhaltungselektronik. Diese Bedienkonzepte mit Tasten statt Rädern, die auch noch mehrfach belegt sind, sind für unbeschwertes Fotografieren ungeeignet. Besonders schlimm ist es, wenn wichtige Kamerafunktionen nur über verschachtelte Menüs zu erreichen sind, und dann womöglich noch für jede Aufnahme neu aktiviert werden müssen. Gute Kameras haben nach wie vor Einstellräder und nur wenige Tasten.
3. Sinnvolle Ausstattung Die meisten Menschen machen Fotos bei schönem Wetter. Wenn aber der Kameramonitor im hellen Sonnenlicht nichts mehr erkennen lässt, braucht man spätestens einen optischen Sucher, also das berühmte "Loch" zum Durchgucken. Um sich auf den richtigen Bildausschnitt zu konzentrieren, sollte man sowieso nur durch den Kamerasucher schauen. Außerdem sollte jede Digiknipse die Möglichkeit einer Belichtungskorrektur bieten, damit man die Helligkeit der Fotos bei Bedarf selbst regeln kann.
4. Schnell und zuverlässig Dass sie zuverlässig arbeiten soll, versteht sich von selbst, doch dass eine Digiknipse schnell sein muss, haben die Hersteller längst noch nicht alle begriffen. Wenn man fünf Sekunden warten muss, bis die Kamera aufnahmebereit ist, es ebenso lange dauert, bis sie das Bild scharf gestellt hat und man dann noch eine halbe Ewigkeit warten muss, bis das Bild nach dem Druck auf den Auslöser auch wirklich im Kasten ist, dann ist der Spaßfaktor bei Null gelandet und die Kamera hat nur Schrottwert. Den meisten Menschen gefallen spontane Schnappschüsse am besten, doch wie will man mit einer lahmen Krücke spontan sein? Deshalb müssen Autofokus und Auslöser (zusammen mit der Bildspeicherung) rasant schnell ablaufen.
Und was ist mit dem Preis? Eine Kamera muss doch auch billig sein, oder wie war das in der Werbung? – Vergessen Sie das! Geiz ist nicht geil. Eine Digitalkamera, die den Anforderungen des unbeschwerten Fotografierens und exzellenter Bildergebnisse gerecht wird, ist nicht für weniger als 300,- Euro zu haben. Aber selbst oberhalb dieser Preisgrenze wird viel Murks angeboten, so dass dies auch wieder kein Kaufkriterium und erst recht kein Qualitätskriterium darstellt.
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